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Torus, Trochilus

 

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Torus, Trochilus

Wandrelief (Gips, 80 Teile, 180 cm x 240 cm)
Säulen (Gips, 3 Säulen, 120 cm – 170 cm)
Spiegelung (Gips, 2 Teile, 60 cm)

Diplom Bildende Kunst, Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart

Oft ist das was man nicht sieht entscheidender als das Sichtbare. Diese Erkenntnis bildet die Basis der dreiteiligen Diplomarbeit „Torus, Trochilus“.

Gipsabgüsse von klassizistischen Vasenformen der Königlichen Porzellanmanufaktur Berlin (KPM), deren Negativformen mir zur Verfügung gestellt wurden, dienen als Grundlage meiner Untersuchungen an der Schnittstelle zwischen Architektur und bildender Kunst.

Der Werkkomplex stellt in den Proportionen seiner Gefüge einen klaren Bezug zum menschlichen Maß her und bildet Analogien zu antiken Säulen. In einem verschachtelten Prozess positiver und negativer Abgüsse entsteht durch die geometrische Fügung der Vasenteile eine an die griechische Säulenordnung erinnernde Architektur.

Die auch auf dem Gebiet der Architektur charakteristischen Denk- und Verfahrensweisen spiegeln sich in der raumgreifenden Installation wieder: Positiv und Negativ, Leere und Fülle, konvex und konkav, Stapelung und Reihung oder Maß und Proportion sind Prinzipien, die intensiv Anwendung finden, wenn die weißen Vasenhälften in eine poetische Organisation von Raum transformiert werden.