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Geschichtliche Lücken

Kunst im öffentlichen Raum,
Projekt der Klassen Prof. Udo Koch und Prof. Mariella Mosler mit der Stadt Tuttlingen.

Ein verheerender Stadtbrand zerstörte 1803 den historischen Stadtkern von Tuttlingen und löschte die mittelalterliche Fachwerkstruktur der Stadt komplett aus. Die Arbeit „Geschichtliche Lücken“ thematisiert die Abwesenheit der historischen Bausubstanz durch Abformung und Ergänzung. Sie wird zum stillen Monument der Abwesenheit der Geschichte an diesem Ort.

Die Spuren der mittelalterlichen Fachwerk-Stadt Tuttlingen vor dem Stadtbrand 1803 werden als „Geschichtliche Lücken“ wieder in den Stadtraum integriert. Die Straßenflucht der neuen Bebauung wird um Reliefs aus Beton ergänzt und zitiert so die dichte und geschlossene Anmutung der Stadtsituation vor dem Brand.

Beim Wiederaufbau des Stadtkerns von Tuttlingen wurden von Carl Leonard von Uber nach klassizistischen Plänen Brandabstände / „Lücken“  zwischen den Gebäuden eingeführt, die zu einer völlig neuen städtebaulichen Situation führten. Die Reliefs der Fachwerk-Segmente schließen die Lücken und bilden beim Ausblenden der neuen Bebauung eine komplette Fachwerkfassade nach. Die Arbeit „Geschichtliche Lücken“ erinnert an den ausgelöschten historischen Stadtkern.

Visualisierung, nicht realisierte Utopie